Das
erste Mal, dass ich bein einer Freundin übernachtet habe, war 2001.
Ich war gerade mal 4 Jahre alt und lag meiner Mutter Wochen lang in
den Ohren, weil ich es so gerne wollte. Von da an legte ich eine
ordentliche Sleepover-Karriere hin: Mit Freunden zu übernachten war
das aller Tollste. Allein schon dieses Glücksgefühl, wenn ich und
Freundin/Freund vorsichtig angeschlichen kamen und meine Mutter um
Erlaubnis gefragt haben und dann dass erlösende „Ja“ kam. Oder
das Reden bis in die „tiefste Nacht“, was sich, wie ich es jetzt
einschätze, um spätestens 22:00 Uhr handelte.
Mit
der Zeit wurde das immer weniger, ab meinem 16. Geburtstag rum nahm
die Kurve stark ab. Ich hab wirklich nicht mehr gerne bei Leuten,
außer meinen besten Freundinnen bei denen ich mich aber auch fast
wie zuhause fühle, übernachtet. Es war einfach nicht mehr so der
Shit. Vielleicht auch weil sich beim älter werden (jedenfalls mein)
der Freundeskreis immer mehr verkleinert, und ich einfach immer
weniger Freunde hatte, ergo auch immer weniger
„Übernachtungsmöglichkeiten“.
Durch
den Umzug sind einige neue Menschen in mein Leben getreten, und ich
denke nach und glaube, ich muss mit jedem von ihnen eine
Übernachtungsfeier machen. Ich glaube man kennt einen Menschen erst,
wenn man sie nüchtern um 3 Uhr nachts erlebt hat. Da redet man
nämlich anders. Je später die Nacht, desto besser die Idee.
So
eine Übernachtung macht einem zum Team, man erlebt sich ganz anders.
Wer weiß, ob die Leute noch was mit mir zu tun haben wollen, wenn
sie mal sehen wie unglaublich schwer zu wecken ich bin.
Ich
halte euch auf dem Laufenden!
Gretschko
PS:
Ich habe tatsächlich alle meine besten Freunde schon mal nüchtern
um 3 Uhr nachts erlebt. Sie sind immernoch sehr nett!!

oh ich liebe diesen post! so wahr
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